Wasserschutz: Gewerkschaft fordert neue Fahrzeuge für Wasserschutzpolizei

Die Wasserschutzpolizei wird auf den Brandenburger Seen immer wieder abgehängt. Die Gewerkschaft der Polizei wünscht sich deswegen schnellere Fahrzeuge – und hat noch weitere Wünsche.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Brandenburg fordert neue Boote für die Wasserschutzpolizei. „Die Anzahl der Boote ist nicht ausreichend, um dem, was auf dem Wasser los ist, gerecht zu werden“, sagte die Chefin der Brandenburger GdP, Anita Kirsten. Insbesondere die agileren Jetski würden die Arbeit der Beamten erleichtern. 

Andere Boote sind schneller

Es käme mitunter vor, dass die Wasserschutzpolizei bei möglichen Delikten auf den Wasserstraßen abgehängt werde, sagte eine Sprecherin der Polizei. „Zum Beispiel sind Wassermotorräder aufgrund ihrer Beschaffenheit deutlich agiler als Boote, was ein Nachfahren erschweren kann.“ Wie oft so etwas passiere, werde nicht statistisch festgehalten, sagte sie.

Viele Schiffe sind gekennzeichnet

In vielen Fällen seien die Boote auf den Seen und Flüssen jedoch gekennzeichnet. „In Brandenburg gilt jedoch, wie überall in Deutschland, die Kennzeichnungspflicht auf Binnenschifffahrtsstraßen für Kleinfahrzeuge und Segelboote ab einer Länge von 5,50 Metern“, sagte die Sprecherin. So könne der Bootshalter später über die Kennzeichnung festgestellt werden.

Die Wasserschutzpolizei hat vier Hauptsitze an den Standorten Hohensaaten, Oranienburg, Königs Wusterhausen und Potsdam. Weitere Standorte von Wasserschutzpolizeirevieren sind Rheinsberg, Wittenberge, Erkner, Eisenhüttenstadt und Brandenburg. Die Flotte der Wasserschutzpolizei umfasst aktuell etwa 40 Dienstboote. Darunter gibt es im Spreewald sogar Polizei-Spreewaldkähne, die durch Staken oder auch Elektro-Antrieb bewegt werden.

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